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Krise heißt Entscheidung

Eine Lebenskrise kann jeden treffen. Sie scheint plötzlich aufgetaucht zu sein, denn sie wird häufig erst dann wahrgenommen, wenn ein Auslöser vorliegt. Meist handelt es sich dabei um eine Veränderung im Leben des Betroffenen, auf die er nicht vorbereitet war. Das Scheitern der Lebensbeziehung, der Verlust des Arbeitsplatzes, die bisher verdrängte Realisierung des Älterwerdens – es ist gänzlich unterschiedlich, was Menschen in Krisen bringt.

Krise ist keine psychische Krankheit oder Störung, sondern ein ganz normaler Ausdruck von Entwicklung. Auch dann, wenn eine Krise sich mit hohem Leidensdruck zuspitzen kann, wenn die nötigen und hilfreichen Impulse oder Informationen ausbleiben. Allen Krisen gemein ist, dass sie nach erfolgreicher Überwindung zu einer Steigerung der Lebensqualität führen. Zum Zeitpunkt der Krise spürt der Betroffene leider noch nichts davon.

In unserem Sprachgebrauch bedeutet Krise eine problematische, mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation. Wörtlich genommen heißt das aus dem Griechischen stammende Wort Krise „Entscheidung“, „Neubeginn“.

Das ist die gute Nachricht! Denn genau in dem Moment der Entscheidung ist die Krise vorbei. Umgehend.

Entscheiden können Menschen immer dann gut, wenn sie alle nötigen Informationen zusammen haben, die wichtig für diese Entscheidung sind. Hierbei wird manchmal die Interaktion mit anderen Menschen nötig. Denn wir Menschen können uns nicht selbst erkennen. Wir sind in seelischen Weiterentwicklungsthemen immer auf einen anderen Menschen angewiesen, der uns spiegelt.

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