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Prüfungsangst, Sprechangst und “Soziale Phobie”

Ursache für Prüfungsangst, Sprechangst oder die sogenannte Sozialen Phobie ist häufig die Reaktivierung eines “alten” Gefühls, bei dem die Befürchtung zu versagen, sich zu blamieren, einen Blackout zu haben oder das eigene Potential nicht abrufen zu können im Mittelpunkt steht. Diese Ängste gehen meist einher mit Symptomen wie nervöse Unruhe, innerer Erstarrung, schweißnassen kalten Händen, Herzklopfen, Schlafstörungen, depressiven Stimmungen und hartnäckig wiederkehrenden Gedanken an das Scheitern, die auch schon lange vor einem Termin auftreten können, bis hin zum totalen Blackout.

Prüfungs- und Sprechangst können zunächst auch als Antrieb für eine bessere Leistung dienen. Werden die Symptome aber als extreme Belastung empfunden oder führen sogar zum tatsächlichen Scheitern, sollte Hilfe aufgesucht werden, denn das o.g. reaktivierte Gefühl hat in der aktuellen Lebensrealität meist gar keine Gültigkeit mehr.

Den zugrundeliegenden “alten” Konflikt zu verstehen und in die angemessenen Bezüge einzubinden, führt meist umgehend zu einer Entlastung der Problematik.

In diesen Fällen kann Aspekttherapie unter Zuhilfenahme der Methode EMDR helfen (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Im Rahmen einer Behandlung mit EMDR wird die belastende Gegenwartssituation fokussiert und mithilfe der für EMDR typischen Vorgehensweise neu verarbeitet und neu bewertet. Die schnelle und hohe Wirksamkeit dieses Verfahrens macht es zu einem idealen Instrument für die Behandlung von Prüfungsangst. Häufig sind nur ein oder wenige Termine nötig um dieses „scheinbar“ hartnäckige Problem zu lösen.

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